Knie
Erkrankungen des Knies
Das Kniegelenk ist täglich hohen Belastungen ausgesetzt – im Alltag ebenso wie beim Sport. Verletzungen oder Verschleiß können Schmerzen, Instabilität und Bewegungseinschränkungen verursachen und damit die Mobilität deutlich beeinträchtigen.
In unserem Department für Sportorthopädie behandeln wir akute Verletzungen ebenso wie chronische und verschleißbedingte Erkrankungen des Kniegelenks. Zu unseren Schwerpunkten gehören unter anderem Meniskus- und Knorpelschäden sowie Verletzungen des vorderen und hinteren Kreuzbandes.
Welche Behandlung geeignet ist, richtet sich nach der Ursache der Beschwerden, dem individuellen Befund sowie dem Alter und Aktivitätsniveau des Patienten. Dabei steht der Erhalt des natürlichen Kniegelenks im Vordergrund. Neben konservativen Behandlungsmöglichkeiten setzen wir bei entsprechender Indikation moderne arthroskopische und rekonstruktive Operationsverfahren ein.
Unser Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, Stabilität und Beweglichkeit wiederherzustellen und eine möglichst sichere Rückkehr in Alltag und sportliche Aktivität zu ermöglichen.

Verletzungen am Innen- oder Außenmeniskus können degenerativer Ursache, traumatischer Ursache (Knieverdrehung beim Sport) wie auch Folgen einer Knieinstabilität nach einer Kreuzbandverletzung sein. Bei der Operation sollte nach Möglichkeit so viel gesundes Meniskusgewebe wie möglich erhalten werden. Das Vorgehen schließt auch eine Wiederherstellung großer abgerissener Meniskusanteile auch in schwierigen Fällen insbesondere bei jungen Patienten ein.
Nach einer Wiederherstellung sind eine Teilbelastung von 4 Wochen und das Tragen einer Knieorthese für 6 Wochen notwendig. In Sonderfällen kann die Implantation eines Meniskus-Implantates erforderlich sein.
Die Ursachen für Knorpelverletzungen sind vielfältig. Sie können isoliert an einer Stelle auftreten, aber auch großflächig das ganze Kniegelenk betreffen. Bei Patellaluxationen oder Kreuzbandrissen kommt es häufig zu akuten Knorpelschäden. Oftmals sind diese auch Begleitverletzungen bei Frakturen (Knochenbrüchen) oder Folge von Meniskusverletzungen und Meniskusverlust. Typischerweise kommt es auch bei Kniegelenksinstabilität (z. B. bei einer nicht therapierten Kreuzbandverletzung) zu Knorpelschäden.
Die vordere Kreuzbandruptur (VKB-Ruptur) zählt zu den häufigsten Bandverletzungen am Kniegelenk. Die Verletzungen ereignen sich insbesondere beim Fußball, Handball und beim Skifahren. Aber auch Stürze im Alltag können zur vorderen Kreuzbandruptur führen. Ein erfahrener Arzt kann die Verletzung sicher und zuverlässig durch die klinische Untersuchung diagnostizieren - genauer als mittels einer Kernspintomographie (MRT).
Nach dem Unfall ist das Knie meist geschwollen und in seiner Bewegung eingeschränkt. Wenn die akuten Beschwerden abgeklungen sind, klagen die meisten Patienten über ein Unsicherheits- oder Instabilitätsgefühl im Kniegelenk vor allem bei Drehbewegungen. Patienten mit länger zurückliegender Verletzung berichten hingegen oft über Schmerzen im Kniegelenk.
Diese Instabilität (Unsicherheitsgefühl) kann zu einer Einschränkung der Lebensqualität führen und schwerwiegende Folgeschäden in Form von Knorpelschäden und Meniskusverletzungen nach sich ziehen.
Kreuzbandverletzungen bei Kindern sollten unbedingt operativ versorgt werden, um die drohenden Folgeschäden wie Meniskus- und Knorpelzerstörung zu vermeiden.
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