Krankenhaus St. Josef

Wie funktioniert Neuromodulation?

Wie funktioniert Neuromodulation?

Über einen kleinen operativen Eingriff werden  bis zu zwei Elektroden in den Rückenmarkskanal eingelegt, die über einen Generator Impulse an das Rückenmark abgeben. So wird die Schmerzweiterleitung zum Gehirn unterbrochen und der Schmerz gelindert.   Wie bei einem Herzschrittmacher liegt das gesamte System dauerhaft unter der Haut.
Währen der Abklärung in unserer Sprechstunde für Neuromodulation wird der Patient klinisch untersucht und die Therapie für jeden Patienten individuell geplant. 
Der erste operative Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung und Sedierung. Es werden ein bis zwei Testelektroden unter Röntgenkontrolle in den Rückenmarkskanal eingebracht. 
Während des etwa dreitägigen stationären Aufenthalts erfolgt die Teststimulation über einen kleinen Generator, welcher direkt mit der Elektrode verbunden wird. Während der Testphase wird geprüft, ob der Schmerz ausreichend gelindert wird. Die Testung erfolgt auch in häuslicher Umgebung, um den Therapieerfolg in allen Lebenslagen zu bestätigen.
Der zweite Abschnitt erfolgt bei zufriedenstellender Schmerzlinderung (Rückgang der Schmerzen um 50% oder subjektiv ausreichende Besserung der Schmerzen). Hier wird der permanente Generator implantiert. Der operative Eingriff erfolgt in Vollnarkose oder ebenfalls örtlicher Betäubung. Das gesamte System liegt dann unter der Haut.
In der Regel ist die erste ambulante Kontrolle nach sechs Wochen nötig. Regelmäßige Kontrollen in unserer Schmerzambulanz sind in Abständen von drei Monaten empfohlen. Die Stimulation kann jederzeit über eine Fernbedienung von außen angepasst und in ihrer Stärke variiert werden.

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