Krankenhaus St. Josef

Radiosynoviorthese

Die Radiosynoviorthese (RSO) dient der Wiederherstellung (Orthese) der Gelenkinnenhaut (Synovialis) mit Radionukliden. Die Injektion von radioaktiven Medikamenten ist ein wirksames, gegen die Entzündung gerichtetes Verfahren.

Sie ist indiziert bei nichtbakteriellen Gelenkentzündungen, bei aktivierter Arthrose und bei der Chondrocalcinose, einer Kristallerkrankung des Gelenks. Nach vorausgegangener arthroskopischer Entfernung der Gelenkinnenhaut (Synovektomie) verbessert die nachfolgende Radiosynoviorthese das Behandlungsergebnis. Die Radiosynoviorthese empfiehlt sich vor allem dann, wenn vorausgegangene Kortison-Injektionen keinen nachhaltigen Effekt hatten.

Unter den Radionukliden wird Yttrium für große Gelenke (Hüften, Knie), Rhenium für mittlere (Schultern, Ellbogen, Hand und Sprunggelenke) und Erbium für kleine Gelenke (Daumensattel-, Finger- und Zehengrund-, -mittel- und –endgelenke) verwendet. Die Reichweite der Radionuklide beträgt für Yttrium im Mittel 3,6 mm, für Rhenium 1,2 und für Erbium 0,3 mm.

Zur Vermeidung eines zu raschen Abtransportes aus dem Gelenk ist eine Ruhigstellung des Gelenkes von 72 Std. einzuhalten. In Abhängigkeit von der Grunderkrankung und der Vorschädigung des Gelenkes weist die RSO in ca. 50 – 80 % der Fälle gute bis sehr gute Langzeiteffekte im Hinblick auf Schmerzreduktion und entzündungshemmende Wirkung auf, die häufig bis zu mehreren Jahren anhalten. Der Besserungsnachweis zeigt sich noch nach 5 bis 6 Monaten.

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Petrus-Krankenhaus