Krankenhaus St. Josef

Allgemeine Diagnostik

Den wichtigsten Platz in der Diagnostik rheumatischer Erkrankungen nimmt die Erhebung der Krankengeschichte, d.h. die Anamnese, ein.

Dabei stellt der Arzt 4 wesentliche Fragen:
Wo ? – Wie ? – Wann ? – Wodurch ?
 

  • Wo zeigen sich die Schmerzen: gelenkbezogen oder in der Muskulatur, im Bereich der Wirbelsäule oder überall?
  • Wie sind die Beschwerden: plötzlich auftretend, oder ist es ein Dauerschmerz. Mit oder ohne Schwellung?
  • Wann bestehen die Beschwerden: sind sie morgens oder abends verstärkt, sind die Beschwerden belastungsabhängig. (Nächtliche Schmerzverstärkung spricht häufig für einen entzündlichen Schmerz)
  • Wodurch werden die Beschwerden ausgelöst: spontan auftretend oder in Zusammenhang mit bestimmten Bewegungen?

Weitere Fragen gehen in Richtung Hauterkrankungen (besonders Psoriasis), Augenentzündungen, Lichtempfindlichkeit, Magen-Darmbeschwerden, Durchfälle, Brennen beim Wasserlassen, Geschlechtserkrankungen, vorangegangene Infektionen, vorangegangene Zeckenbisse. Es wird nach Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsveränderungen gefragt und es werden Fragen zur Familienkrankheits-geschichte gestellt.

Der nächste Schritt der Diagnostik ist die Untersuchung:

  • Inspektion (Ansehen)
  • Palpation (Betasten)
  • Funktionsprüfung (Beweglichkeitsprüfung), erfasst den Grad der Bewegungseinschränkung

Allgemein-internistische Untersuchungen umfassen:

  • eine körperliche Untersuchung des ganzen Körpers
  • EKG
  • Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes
  • Röntgenaufnahme des Brustraumes
  • evtl. Lungenfunktionsuntersuchungen
  • evtl. Ultraschalluntersuchung des Herzens
  • evtl. Magen- und Darmspiegelungen
  • evtl. Knochen- und Knochenmarkuntersuchungen
  • evtl. Lungenspiegelung
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