Krankenhaus St. Josef

Morbus Perthes

Synonyme

  • Coxa plana Waldenström
  • Osteochondrosis coxae iuvenilis
  • Idiopathische kindliche Hüftkopfnekrose
  • Legg-Calvé-Perthes disease (engl.)

Was ist das?

Es handelt sich um eine Erkrankung des Hüftkopfes, die bei Kindern und Jugendlichen vorkommt, und in charakteristischen Stadien zumeist innerhalb eines Zeitraumes von zwei bis vier Jahren abläuft. Das typische Erkrankungsalter liegt zwischen dem 4. und 7. Lebensjahr. Aufgrund einer Durchblutungsstörung kommt es zur Schädigung des Knochens und zur bleibenden Deformierung des Hüftkopfes, die unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann.

Wo kommt es her?

Die Ursache der Erkrankung ist immer noch Gegenstand der Forschung.

Die Erstbeschreibungen stammen aus dem Jahr 1910 [G.C. Perthes (1869 – 1927, Chirurg, Tübingen und Leipzig), J. Calve (1875 – 1954, Orthopäde, Paris und Berck, Frankreich) und A. T. Legg (1847 – 1939, Orthopäde, war 39 Jahre am Kinderkrankenhaus in Boston, USA, tätig)].

Das damals neue Verfahren der Röntgendiagnostik erlaubte die Unterscheidung von entzündlichen Formen der Hüfterkrankung. In der Literatur werden verschiedene Faktoren, die zur Entstehung der Durchblutungsstörung des Hüftkopfes führen sollen, diskutiert. Es sind dies

  • Störung der Gefäßversorgung
  • Drucksteigerung im Gelenk und im Knochen
  • Gerinnungsstörungen
  • Genetische Faktoren (Verwandte ersten Grades von Perthes-kranken Kindern haben ein 35-fach erhöhtes, Verwandte zweiten und dritten Grades ein vierfach erhöhtes Erkrankungsrisiko)
  • Wachstum: Kinder mit Morbus Perthes sind kleiner als ihre Altersgefährten und zeigen eine verzögerte Skelettreifung
  • Das vermehrte Auftreten der Erkrankung in unteren sozialen Schichten wird in englischen Untersuchungen diskutiert  

Wie häufig ist es?

Die Erkrankung tritt etwa in der Größenordnung von 10 Fällen auf 100.000 Kinder im Alter zwischen 0 und 15 Jahren auf. Bei farbigen Kindern ist die Rate deutlich geringer, sie beträgt lediglich 0,45 auf 100.000.

Jungen sind viermal häufiger als Mädchen betroffen.

Was für Beschwerden haben die Kinder?

Oftmals ist ein schmerzloses Hinken erstes Symptom.

Im Verlauf persistiert das Hinken, eine (scheinbare oder echte) Beinlängendifferenz kann auftreten.

Schnelle Ermüdbarkeit, Hinken und Schmerzangabe in Hüfte und Kniegelenk (!) sind die häufigsten Symptome zu Beginn der Erkrankung.

Untersucht man das Kind, fällt ein Leistendruckschmerz und eine zunehmende Einschränkung der Hüftgelenkbeweglichkeit auf (besonders Innenrotation und Abspreizung).

Weitere Informationen zur Diagnostik von Morbus Perthes

Weitere Informationen zur Therapie von Morbus Perthes

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