Krankenhaus St. Josef

Patienteninformationen

Vor der Anästhesie

Einen Tag vor der Operation

Einen Tag vor der Operation findet im Rahmen der stationären oder prästationären Aufnahme ein Gespräch zur Vorbereitung der Narkose mit Ihrem Narkosearzt statt. In diesem Gespräch machen wir uns ein Bild von Ihrer Krankheitsgeschichte und Ihrem Gesundheitszustand. Hier legen wir die Untersuchungen fest, die zur Abklärung Ihres Narkoserisikos erforderlich sind und klären Sie über geeignete Anästhesieverfahren, Vorgehen und Risiken auf.

Bitte helfen Sie mit, vermeidbare Zwischenfälle auszuschließen, indem Sie unbedingt folgende Verhaltensregeln beachten:

  • 6 Stunden vor der Anästhesie nicht mehr essen und rauchen!
  • 4 Stunden vor der Anästhesie nicht mehr trinken! (Ausnahme: Beruhigungstablette(n) mit einem kleinen Schluck Wasser. Weitere Medikamente nach Rücksprache.)

Bitte entfernen Sie Make - up, Nagellack etc. und lassen Sie alle Schmuckstücke (z.B. Ohrringe, Fingerringe, Halsketten) auf der Station. Kontaktlinsen bitte vor dem Eingriff herausnehmen, Brillen dürfen nur bei starker Fehlsichtigkeit mit in den Operationsaal bzw. zur Untersuchung mitgenommen werden. Lassen Sie bitte Zahnteile (Zahnprothesen), künstliche Haarteile (Perücken) sowie andere Prothesen auf der Station zurück. Ausnahmen sind nur nach Rücksprache mit dem Anästhesisten bzw. der Anästhesistin möglich. Wenn Sie morgens Medikamente einnehmen müssen, teilen Sie uns diese bitte beim Aufnahmegespräch mit. Welche Medikamente Sie am Morgen vor der Operation noch einnehmen können, werden wir mit Ihnen besprechen. Wenn wir bei Ihnen eine Teilnarkose durchführen, können Sie während der Operation CDs etc. hören. Wir bitten Sie, hierfür Ihren eigenen CD-Player und/oder Ihre eigenen CDs mit Ihrer persönlichen Lieblingsmusik mitzubringen.

Vorbereitung und Durchführung der Anästhesie

Am Tag der Operation

Am Tag der Operation oder Untersuchung bekommen Sie Medikamente verordnet. Diese Medikamente sollten Sie noch auf der Station einnehmen. Sie können beruhigend oder schmerzlindernd wirken, die Magensäure- oder Speichelbildung hemmen. Kurz vor Beginn des Eingriffs werden Sie von Ihrem/Ihrer Anästhesist/in und dem Fachkrankenpflegepersonal erwartet. Hier beginnen wir die notwendige Vorbereitung auf die Anästhesie. Der weitere Ablauf ist davon abhängig, ob Sie eine Allgemeinanästhesie oder Regionalanästhesie (Teilnarkose) bekommen.

Spezielle Überwachungsmethoden während der Operation

Monitoring

Mit speziellen Überwachungsgeräten wird während der Narkose/Operation eine ständige Überwachung Ihrer Atem- und Herzkreislauffunktionen sichergestellt, z.B.:

  • Überwachung der Herztätigkeit (EKG)
  • Blutdruckmessungen
  • Messung des Sauerstoffs im Blut
  • Künstliche Beatmung
Ãœberwachung mit dem Monitor
Ãœberwachung mit dem Monitor

Die Überwachung

Wir beginnen die Vorbereitung auf die Anästhesie mit der ständigen Überwachung Ihrer Herztätigkeit (EKG) und messen Ihren Blutdruck. Als nächstes legen wir eine Infusion, den so genannten Venentropf, in eine Ihrer Arm- oder Handrückenvenen. Ein Fühler an Ihrem Finger zeigt uns, wie viel Sauerstoff in Ihrem Blut ist. Wir überwachen Sie während der gesamten Operation mit Hilfe von Monitoren. Schon bei geringen Veränderungen Ihrer Werte wird ein Alarm ausgelöst, so dass wir sofort handeln können. Herzschlag, Blutdruck, Sauerstoffsättigung im Blut und andere für uns wichtige Werte werden ständig aufgezeichnet.

Die künstliche Beatmung

Durch unsere Narkosemittel können Sie während der Operation nicht mehr alleine atmen, deshalb unterstützen wir Ihre Atmung mit einem Beatmungsgerät. Dazu legen wir einen Schlauch (Tubus) oder eine Larynxmaske durch den Mund in die Luftröhre (Larynx). Der Tubus verhindert das Eindringen von Beatmungsluft in die Speiseröhre und Magen und sorgt dafür, dass kein Speichel oder Magensaft in die Luftröhre gelangt. Zudem wird sichergestellt, dass Sie während der Narkose keinen Sauerstoffmangel erleiden.

Der "Tropf" und die Schläuche

Zahlreiche Medikamente und den Kreislauf unterstützende Flüssigkeiten werden über Infusionen in das Blut geleitet, damit sie sofort im ganzen Körper (z.B. Gehirn, Herz) wirken können. Blasenkatheter dienen zur besseren Überwachung der Nierenfunktion, Drainagen nach größeren Operationen leiten unvermeidliche Nachblutungen sicher ab. Selten legen wir eine Magensonde zur Entlastung des Verdauungstraktes oder zur Ernährung.

Wärmedecken

Unsere Wärmedecken dienen zur Vorbeugung und Therapie der Hypothermie(Unterkühlung). Sie steigern das allgemeine Wohlbefinden unserer Patienten. Wärmedecken sind mit Geräten verbunden, die die Luft auf eine von uns gewünschte Temperatur erwärmen. Über ein Schlauchsystem wird warme Luft in die Decken geleitet und auf die Körperoberfläche unserer Patienten übertragen.

Infusionswärmer
Infusionswärmer

Infusionswärmer

Die Transfusionswärmer/Infusionswärmer bewahren Sie ebenfalls vor einer Hypothermie im Operations- und Intensivbereich. Infusionsflüssigkeit wird über das Schlauchsystem durch das Wärmegerät geleitet und aufgewärmt, so dass Sie eine an die Körpertemperatur angepasste Infusion erhalten.

Aufwachstation

Auch nach der Operation kümmern wir uns weiter um Ihre Kreislauffunktion, Atmung und sorgen für Schmerzfreiheit.

Auf unserer Aufwachstation behandeln und überwachen wir Patienten nach operativen Eingriffen in Allgemein- ("Vollnarkose") oder Regionalanästhesie. Durch die Überwachung können mögliche Herz-Kreislauf- und Atemstörungen sofort erkannt und behandelt werden. Wundschmerzen und Störungen des Wohlbefindens (Übelkeit und Brechreiz) können rasch und effektiv therapiert werden. Fühlen Sie sich gut, haben Sie keine Schmerzen und Ihre Werte sind normal, werden Sie auf Ihr Zimmer gebracht. Nach größeren Operationen kann es erforderlich sein, Sie vorübergehend auf unserer Intensivstation zu betreuen.

Interdisziplinäre Intensivstation

Auf unserer interdisziplinären Intensivstation mit 7 Betten werden Patienten aller medizinischen Abteilungen des Hauses betreut.

Die Aufenthaltsdauer ist abhängig von Ihrem Gesundheitszustand und der Art der durchgeführten Operation. Sie beträgt in der Regel mindestens 24 Stunden. In dieser Zeit werden wiederum ihre Vitalfunktionen (Herzfrequenz, Atmung, Blutdruck usw.) über ein modernes Monitoring-System ständig überwacht. Betreut und gepflegt werden unsere Patienten von besonders für die Intensivstation geschultem Personal. Wir möchten Sie bitten, uns vor Ihrem geplanten Intensivaufenthalt, uns eine Vertrauensperson zu benennen, der wir Informationen über Ihren Gesundheitszustand mitteilen dürfen. Auch auf dieser Station werden Sie nach modernsten schmerztherapeutischen Richtlinien versorgt, um größtmögliche Schmerzfreiheit zu gewährleisten. Ihr Genesungsprozess wird durch den persönlichen Kontakt zu Ihrer Familie wesentlich gefördert. Die Besuchsdauer Ihrer Angehörigen sollte sich nach Ihrem Gesundheitszustand richten. Wir bitten Sie, die Besucherzahl auf zwei Personen zu begrenzen, um auch die Genesung unserer anderen Patienten nicht zu stören. Kinder sollten nur in Einzelfällen die Intensivstation betreten, damit keine Kinderkrankheiten auf Sie oder andere Mitpatienten übertragen werden. Bitte bedenken Sie auch, dass eine Intensivstation beängstigend auf Kinder wirken kann. Unsere offiziellen Besuchszeiten sind von 16:00 - 18:00 Uhr. Nach Rücksprache mit unserem Personal dürfen Sie auch zu anderen Zeiten Besuch empfangen. Hierbei kann es zu Wartezeiten kommen, da pflegerische Betreuung, Untersuchungen und Visiten außerhalb der Sprechstunden im Vordergrund stehen. In Absprache mit unserem Intensivpersonal dürfen Sie persönliche Dinge (Bilder, CDs, Nahrungsmittel, Musikkassetten etc.) mitbringen. Aus hygienischen Gründen dürfen keine Blumen auf die Station gebracht werden.

Im Anschluss an Ihren Intensivaufenthalt werden Sie auf Ihre vorherige Station verlegt.

Schmerzdienst

In Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen unseres Hauses haben wir Konzepte entwickelt, um Schmerzen, die im Rahmen von Erkrankungen oder Operationen auftreten, zu bekämpfen. Für die Betreuung unserer Patienten nach Operationen steht ein von unserer Abteilung eingerichteter Schmerzdienst zur Verfügung. Alle Patienten, die Medikamente über Katheter bekommen, werden von diesem Schmerzdienst zumindest zweimal täglich besucht. Dies ermöglicht eine individuelle Anpassung der Schmerztherapie an die Bedürfnisse unserer Patienten.

Einen besonderen Service bieten wir für die Patienten an, die sich mit einer Hüftdysplasie einer 3-fach-Beckenosteotomie unterziehen. Um hier eine möglichst weitgehende Schmerzfreiheit zu erreichen, wird über einen vor der Operation gelegten Periduralkatheter die Schmerztherapie auch nach der Operation weitergeführt. Hierzu wird eine elektrisch betriebene Pumpe mit dem Katheter verbunden. Diese ermöglicht dem Patienten den Bedarf an schmerzstillenden Substanzen selbst zu steuern. Da diese selbst verabreichten Medikamente die Schmerz verursachenden Nervenfasern direkt hemmen, ist die Belastung des gesamten Organismus gering. Selbstverständlich werden auch diese Patienten vom Schmerzdienst mitbetreut und zumindest zweimal täglich besucht.

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